Schlafstörungen und Cannabis - Gibt es eine Verbindung?

 

cannabis-schlafstoerungDie Thematisierung der vielen Vorteile des Cannabis und der Gründe, für die es die Menschen schätzen, geht um die ganze Welt. Einer der weitverbreitetsten Gebrauchsgründe von Marihuana ist aber auf jeden Fall seine schlaffördernde Wirkung. Viele Menschen die unter Schlaflosigkeit oder anderen schlafbezogenen Problemen leiden, benötigen abends oft nur ein wenig Gras, um gut einschlafen zu können. Hinzu kommt noch, dass beim Gras keine Nebenwirkungen zu erwarten sind wie beispielsweise bei Schlaftabletten.Berichten zufolge wurde die medizinische Wirkung gegen Schlafstörungen schon im frühen 19. Jahrhundert beschrieben. Das damalige bekannteste Mittel wurde 1886 unter dem Markennamen Bromidia® eingeführt, welches ein Cannabis-Extrakt war.Die Wirkung des Δ9-THC beruht dabei auf dem beruhigenden Effekt, welcher eine Folge von der Erweiterung der Arterien ist, wodurch der Blutdruck gesenkt und auch die Körpertemperatur um durchschnittlich 0,5 °C verringert wird. Dadurch wirkt es Stressabbauend und führt zu einem äußerst erholsamen Schlaf.

Vergleicht man Cannabis mit anderen Medikamenten, so lässt sich bei Cannabis eine der höchstmöglichen Aktivität an typischen Alpha-Wellen im Schlafprofil feststellen. Die äußert sich in einer sehr hohen Anzahl an Entspannungszuständen während des Schlafes. Bei einer Untersuchung des Schlafes an Ratten wurde festgestellt, dass alle Phasen des Schlafes durch die Gabe von Δ9-THC stabilisiert wurden. Viele Patienten berichten von einer erheblichen Besserung der Schlafstörungen im Vergleich zu anderen Medikamenten und darüber, dass sie sich am nächsten Tag besser fühlen. Dies kann leider schnell zu einer Cannabisabhängigkeit führen.

Aus diesem Grund haben wir uns auf den übermäßigen Cannabiskonsum spezialisiert. Wenn du bereits Probleme hast und glaubst das dein Konsum sich nicht mehr positiv auswirkt sondern negativ, helfen wir die dabei mit dem Kiffen aufzuhören! Wenn Cannabis gegen Schlafstörungen eingesetzt werden soll, ist es wichtig, die Cannabis-Sorte richtig auszuwählen. Die meisten Patienten berichten, dass die Sorte Indica zu besseren Entspannungen und einer sedierenden Wirkung führt. Die Sativa-Sorten führen hingegen zumeist zu einer energetisierenden Wirkung. Einige Patienten empfinden auch beide Sorten als fördernd.

Die Cannabissorte Indica eignet sich besonder gut für den Schlaf

Indicas gelten normalerweise als die idealen Sorten für den Schlaf. Viele lieben Indicas für das „Stoned-Gefühl“, das einen müde macht und gut schlafen lässt. Sativas wiederum haben eine energiereichere und erheiterndere Wirkung.

Man hat noch immer nicht so wirklich verstanden, was dazu führt, dass die Indicas eine schlaffördernde Wirkung haben. Eine Theorie behauptet, dass es mit dem Terpengehalt zusammenhängt. Terpene sind aromatische Stoffe, die vom Cannabis erzeugt werden und dafür sorgen, dass eine Sorte ein bestimmtes Aroma und einem bestimmten Geschmack hat - Sie nehmen aber auch noch Einfluss auf andere Dinge. Die Theorie besagt, dass die Terpene für die schlaffördernde Wirkung des Cannabis zuständig sind. Ein Faktor der diese These unterstützt, ist dass Sativas weniger Terpene haben. Das könnte den Unterschied bei der Wirkungsart erklären.

Kann eine Schlafstörung durch Cannabis entstehen?

Durch aus können Schlafstörungen durch den Cannabiskonsum entstehen. Wenn die Konsumenten täglich vor dem Schlafen gehen einen Joint rauchen, brennt sich diese Gewohnheit in dein Unterbewusstsein ein. Wenn die Konsumenten auf den Joint verzichten würden haben Sie nachweislich einen schlechteren Schlaf. Dies zeigte eine amerikanische Studie. Eine Gruppe von 98 Probanden wurde in drei Gruppen unterteilt: Tägliche Cannabis-Konsumenten (49 Teilnehmer), regelmäßige Cannabis-Konsumenten (29) und Nicht-Kiffer (20). Alle Probanden waren in ihren frühen 20ern. Unter den täglichen Konsumenten konnten klinisch relevante Schlafstörungen zu 39 Prozent festgestellt werden, bei den Nicht-Rauchern nur zu 20 Prozent. Auch Schlafunterbrechungen konnten bei den täglichen Konsumenten häufiger festgestellt werden als bei den Gelegenheits-Rauchern.

Die wissenschaftliche Erforschung der Auswirkungen von Cannabis auf den Schlaf hat noch einen langen Weg vor sich. Was aber außer Frage steht, ist dass zwischen Cannabis und Schlaf ein faszinierendes Verhältnis besteht, das es verdient genauer ergründet zu werden.

Gegenteil - Erhöhte Aufmerksam durch Cannabis-Wirkstoff CBD

Die beiden aktiven Hauptkomponenten von Cannabis sind THC und CBD. THC ist der Bestandteil der dafür sorgt, dass man high wird und dann irgendwann (vermutlich) auch schläfrig wird. Wenn man sich mal ein wenig bei den verschiedenen Sorten umschaut, wird einem auffallen, dass es einige Sorten mit hohem THC Gehalt gibt, andere mit mehr CBD und wiederum andere mit ausgeglichenem THC und CBD Verhältnis.

Bei den Sorten mit hohem CBD ist besonders interessant, dass ihnen nachgewiesen wurde, dass sie tagsüber die Aufmerksamkeit steigern können – Das ist so ungefähr das komplette Gegenteil von dem, was man von einer Sorte mit hohem THC Gehalt erwarten kann. Menschen die tagsüber oft schläfrig sind, sollten sich mal bei den Sorten mit hohem CBD Gehalt umschauen

Träumen mit Cannabis - Ist das möglich?

Das Müdigkeitsgefühl durch den Konsum von Cannabis führt zwar dazu, dass Du besser schlafen kannst, es bewirkt aber auch, dass Du weniger Träumst. Der Grund dafür ist, dass Cannabis Einfluss auf die REM Schlafphasen hat – Das sind die Schlafphasen in denen Ein noch erstaunlicherer Effekt ist, dass bei einigen Menschen, die über einen langen Zeitraum hinweg sehr viel Cannabis konsumierten und dann darauf verzichtet haben, eine höhere Anzahl an Träumen mit einer gesteigerten Intensität zu verzeichnen war. Dieser Effekt ist als „REM Rebound“ bekannt. Menschen berichten von schlechten Erinnerungen die jetzt in der Traumphase verarbeitet werden. So kommt es des öfteren zu Alpträumen.