Cannabiskonsum und seine Folgen

Marihuana und Haschisch sind in Deutschland vergleichsweise leicht verfügbar. Oft kommen bereits Jugendliche über ihre Freunde in Kontakt mit Cannabis. Ob die Betroffenen allerdings später auch zu härteren Drogen greifen, ist umstritten. Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland konsumieren gelegentlich oder regelmäßig Cannabis.

Cannabis als Einstiegsdroge

cannbiskonsumEs ist nicht schwer jemanden zu finden, der mit Marihuana handelt. Dementsprechend berichten viele Konsumenten harter Drogen, dass sie zunächst neben Alkohol und Tabak auch Cannabis konsumiert haben. Das soll aber nicht heißen, dass jeder Betroffene später auf andere Drogen umsteigt. Rund 25 % aller Erwachsenen in Deutschland haben laut Drogenbericht der Bundesregierung schon einmal eine illegale Droge konsumiert - zum Großteil handelt es sich um Cannabis. Der Anteil dieser Erwachsenen, die schon einmal härtere Drogen probieren, liegt bei etwa 7 %.

Macht Cannabis süchtig?

Definitiv kann man von Cannabis abhängig werden. Es gibt in Deutschland rund 2,5 Millionen Konsumenten. Von diesen 2,5 Millionen Menschen sind schätzungsweise 5-10% abhängig. Das bedeutet, dass diese 5-10% Ihre Abhängigkeit nicht kontrollieren können und regelmäßig Marihuana rauchen. Durch den Cannabiskonsum kann eine psychische Abhängigkeit entstehen. Diese wird allerdings auch von sozialen Faktoren und vom Alter der Konsumenten mitbestimmt. Dass der Betroffene sich nur nach dem Kiffen wohl fühlt, kann ein Anzeichen für eine Abhängigkeit sein. Erfolglose Versuche, den Konsum zu reduzieren oder einzustellen sind weitere Kennzeichen hierfür. Folgende Symptome können auftreten: innere Unruhe, Nervosität oder Depressionen.

Erkennungsmerkmale einer Cannabisabhängigkeit

Abhängiger Cannabiskonsum bedeutet eine starke Einschränkung der Lebensqualität, auch wenn viele Konsumenten es nicht glauben wollen. Anders als bei anderen Drogen sind die Auswirkungen bei einer Cannabisabhängigkeit weniger auffällig. Manche wissen gar nicht, ob ihre Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen (Unsicherheit, Schüchternheit) oder depressive Stimmungsschwankungen tatsächlich etwas mit dem Kiffen zu tun haben. Vielleicht gab es manche Schwierigkeiten auch schon bevor die Betroffenen mit dem Kiffen begonnen haben. Eine Cannabissucht entwickelt sich, weil die Betroffenen öfters in Versuchung geraten, schwierige Alltagssituationen und damit verbundene negative Gefühle oder Gedanken durch das Kiffen auszublenden. Je länger Cannabis als Alltagsgewohnheit benutzt wird, desto schwieriger wird es diese Gewohnheit abzustellen.

Wenn zudem körperliche Entzugserscheinungen (Schlaflosigkeit oder geringer Appetit) auftreten, dann sind dies Anzeichen für eine körperliche Abhängigkeit. Die körperliche Symptomatik ist aber nicht so stark ausgeprägt, wie die psychische.

Die Betroffenen trennen sich von Ihrem sozialen Umfeld ab und entwickeln oftmals Depressionen. Darüber hinaus ist eine fehlende Motivation und eine enorme Antriebslosigkeit festzustellen. Diese Antriebslosigkeit macht es für den Konsumenten unmöglich, aus eigener Willenskraft mit dem Kiffen aufzuhören. Menschen, die sich in dieser Situation befinden, schaffen es meist ohne Hilfe nicht ihre Abhängigkeit zu überwinden.

Psyche und Körper leiden unter dem Konsum

Symptome einer Sucht sind neben einer Gewöhnung an die Wirkung und der Dosissteigerung, auch der Kontrollverlust über den eigenen Konsum. Zu den psychischen Risikofaktoren, die eine Abhängigkeit begünstigen, zählen psychische Probleme. Der Freundeskreis, die ebenfalls Cannabis konsumieren, allgemeine Perspektivlosigkeit und mangelnde Unterstützung von Familie und Freunden sind weitere Auswirkungen.

Wie der Cannabiskonsum dem Körper schadet:

Wird Cannabis geraucht, enthält dieser Rauch einige Schadstoffe. Es gibt Hinweise, dass durch den Cannabiskonsum Bronchialkrankheiten entstehen können. Außerdem birgt sich hinter Marihuana ein weiteres Problem. Heutzutage ist es fast unmöglich an Cannabis zu kommen, das nicht verunreinigt und gestreckt wurde. Oftmals benutzen Dealer Substanzen, wie Blei, Glas, Vogelsand und sogar chemische Stoffe, um das Gewicht zu erhöhen und somit auch den Verkaufspreis. Für den Konsumenten ist es schwierig gestrecktes Cannabis zu erkennen. Diese Stoffe haben beim Verdampfen ebenfalls negative Auswirkungen auf den Körper. Auch ich musste leider negative Erfahrungen mit gestrecktem Cannabis machen. Als ich im Jahr 2014 nach der Schule, wie gewöhnlich einen geraucht habe, kam es zu einem schlimmen Ereignis: mein Marihuana war mit Glassplittern gestreckt. Ich fing an übermäßig viel Blut zu spucken, bis ich ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass diese kleinen Glassplitter die Lungenflügel beschädigt haben und ich nur knapp einer lebensbedrohlichen Verblutung entkommen bin.

Psychose kann durch Cannabiskonsum entstehen

Studien zu Folge ist das Risiko eine Psychose zu entwickeln etwa zwei- bis dreimal so hoch, wie in der Normalbevölkerung. Wer in jungen Jahren Cannabis raucht, trägt ein größeres Risiko an einer psychischen Störung zu erkranken. Allerdings gilt das vor allem für eine besonders anfällige Untergruppe der Konsumenten, die ungefähr ein Viertel der regelmäßigen Nutzer ausmache.

Der THC Gehalt von Marihuana liegt heute höher als noch vor 15 Jahren. Vor allem Jugendliche, die regelmäßig und viel kiffen, verpassen in dieser Entwicklungszeit wichtige Aufgaben an den Sie wachsen könnten.

Der Cannabiskonsum kann die Erkrankungsgefahr an einer Psychose erhöhen. Eine andere Möglichkeit ist, dass Menschen Cannabis konsumieren, weil Sie glauben ihnen würde das helfen psychischen Erkrankungen zu überwinden. Die Wenigsten wissen allerdings leider, dass sich der Cannabiskonsum negativ auf eine psychische Erkrankung auswirken kann und somit die Symptomatik verstärkt.

Wie kann man den Cannabiskonsum kontrollieren oder sogar unterbinden?

• Vorbereitung

Die Entscheidung, etwas zu verändern, ist gereift und es kommt zu einem Entschluss. Erste Schritte werden unternommen. Beispielsweise informiert man sich auf Internetseiten über einen Entzug oder wie man seinen Konsum reduzieren kann. In dieser Phase ist eine ausreichende Motivation wichtig, um den nächsten Schritt voranzuschreiten.

• Handlung

Der Entschluss, etwas zu ändern, wird umgesetzt. Dazu ist zunächst die Frage zu klären, ob der Konsum reduziert oder ganz eingestellt werden soll. Die stufenweise Reduzierung ist gegenüber dem kompletten Ausstieg unvorteilhaft. Weiter unten erkläre ich dir warum.

• Aufrechterhaltung

Die eigene Willensstärke reicht meist nicht aus, um das angestrebte Verhalten dauerhaft aufrechtzuerhalten. In der Folge gewinnen daher Kontrollstrategien an Bedeutung. Es gibt verschiedene Hürden, wie Entzugssymptome oder Risikosituationen, die du überwinden musst.

• Der Feinschliff

Anfangs kann es zu Rückfällen in alte Konsumgewohnheiten kommen. Es gehört zum Entzugsprozess, daraus zu lernen und seine Kontrollmethoden zu verfeinern, um zukünftig besser vor einem Rückfall gewappnet zu sein. Wir helfen dir, das Risiko rückfällig zu werden auf ein Minimum zu reduzieren.

Wir helfen dir mit dem Kiffen aufzuhören!

Wir bieten Cannabis Konsumenten im Rahmen eines 30 tägigen Cannabisentzugskurses unsere volle Unterstützung an. Wir helfen dir dabei die Kontrolle über den Konsum zu erlangen oder ganz damit aufzuhören. Du erhältst Zugang zu einem Online-Programm, das speziell auf deine Bedürfnisse ausgerichtet ist und bequem von Zuhause durchgeführt werden kann. Nach jahrelangem Kiffen fällt es vielen Konsumenten schwer, sich ein Leben ohne Marihuana vorzustellen. Wir wissen im Gegensatz zu anderen Kliniken und Suchtberatern, was du wirklich durchmachst – denn wir waren selbst jahrelang abhängig, bis wir es endlich geschafft haben unsere Sucht erfolgreich zu bekämpfen. Das können Suchtberater nicht von sich behaupten!

Die Idee den Cannabiskonsum zu reduzieren erscheint als guter Kompromiss, nicht wahr? Aber wie wäre es denn, wenn du innerhalb von 30 Tagen deinen Cannabiskonsum ganz einstellen könntest? Viele Suchtberater behaupten, dass sei unmöglich und würde einen Rückfall zur Folge haben. Doch das stimmt nicht. Sie wissen nicht annähernd, was eine Entgiftung nach dem vollständigen Entzug bewirken kann. Lass mich das etwas genauer erklären: Bei jedem Cannabiskonsum gelangt der Wirkstoff THC in den Blutkreislauf. Das THC hat nicht nur eine berauschende Wirkung, sondern lagert sich auch gleichzeitig in den Fettzellen unseres Körpers ein. Die Metaboliten können sich über Monate lange hinweg in deinem Körper aufhalten. Nach einiger Zeit werden die Metaboliten von den Fettzellen in den Blutkreislauf freigegeben. Das hat zur Folge, dass du wieder das Verlangen verspürst, noch mehr Marihuana rauchen zu wollen.  Aus diesem Grund ist es wichtig, den Körper von diesen Metaboliten zu befreien, um nicht rückfällig zu werden. Wie das genau funktioniert, erfährst du in unserem 30 tägigen Cannabisentzugskurs. Uns ist es wichtig, dass du nicht nur innerhalb dieser Zeit den Cannabiskonsum einstellst, sodass du auch langfristig mit unserer speziellen Methode Erfolg hast.

Wie du gerade erfahren hast, ist ein kompletter Entzug wirkungsvoller als eine Reduzierung der Dosis. In folgenden Fällen ist von der Reduzierung abzuraten:

  • wenn oft die Erfahrung gemacht wurde, dass kontrolliertes Kiffen nicht funktioniert
  • bei diagnostizierter Psychose oder anderen psychiatrischen Erkrankungen
  • bei zusätzlicher Psychotherapie
  • bei gerichtlichen Auflagen
  • bei gravierenden gesundheitlichen Problemen wie z. B. Asthma, Lungenemphysem etc.

Erkennen einer Risikosituation

Forschungen zum Cannabiskonsum haben gezeigt, dass ein Rückfall in Risikosituationen am höchsten ist. Folgende Gründe können für einen Rückfall sorgen:

Schlechte Laune/Frust: Schlechte Laune, Frust und Ärger aufgrund eines Konflikts können schnell dazu führen, diese Probleme durch einen erneuten Cannabiskonsum zu verdrängen.

Unangenehme emotionale Empfindungen: Angstgefühle, depressive Verstimmungen, Schuldgefühle, Langeweile oder Stress stehen in Verbindung mit dem Kiffen. In diesen Fällen wird Cannabis zur Verbesserung der Empfindungen benutzt.

Soziales Umfeld: Nicht jeder kann nachvollziehen, dass das regelmäßige Kiffen problematisch werden kann. Erwarte deshalb nicht, dass dein Umfeld deine Entscheidung befürwortet oder respektiert. Diese Freunde könnten dich dazu animieren wieder rückfällig zu werden oder Sie wecken zumindest dein Bedürfnis, wieder rauchen zu wollen.

Empfindungssteigerung/Luststeigerung: Oftmals wird das Kiffen eingesetzt, um Gefühle zu verstärken oder zu intensiveren, beispielsweise um Musik oder Sex besser genießen oder um besser relaxen zu können.

Ausstieg statt Reduzierung: Wenn das Kiffen nur reduziert wird, birgt jede Konsumsituation das Risiko, wieder in das alte Konsummuster zurückzufallen. Aus diesem Grund ist ein kompletter Ausstieg wirksamer als nur eine Reduzierung. Der Konsum anderer Drogen, wie zum Beispiel Alkohol kann das Bedürfnis Cannabis rauchen zu wollen, verstärken. Besonders Alltagsgewohnheiten gefährden die Risikosituation enorm. So kann es schnell dazu kommen, dass du wieder in dein altes Verhaltensmuster zurückfällst.

ENTSCHEIDE DICH JETZT!

Wahrscheinlich bist du schon oft an diesem Punkt angelangt, an dem du selbst gesagt hast: „Jetzt reicht es!“ Wer sich jetzt dazu entschließt, mit dem Kiffen aufzuhören, muss diese Entscheidung hingegen nur noch ein einziges mal fällen. Natürlich erfordert die Umsetzung ein gewisses Maß an Disziplin und Ausdauer. Aber durch die Umstellung des Alltags und der Aufnahme alternativer Aktivitäten wird der Suchtdruck nach und nach weniger werden. Du gewinnst immer mehr Distanz zum Cannabis. Reduzieren oder Abstinenz, mit dieser Frage solltest du dich gewissenhaft beschäftigen, wenn du dein Konsumverhalten ändern willst. Dieses Programm hilft dir sowohl bei der Reduzierung als auch beim Ausstieg aus dem Konsum.