Die Wirkung von Cannabis

Cannabis-wirkungDie Wirkung von Cannabis kann je nach Wirkstoffzusammensetzung und -gehalt, Dosis, Konsumform, eventuell enthaltenen Streckmitteln sowie von Gewöhnungseffekten, der psychischen und körperlichen Verfassung des Konsumentens und den Rahmenbedingungen des Konsums unterschiedlich ausfallen. Die Wirkung tritt ca. zehn Minuten nach dem Rauchen ein. Beim Verzehr dauert es eine halbe bis zwei Stunden, da der Darm und die Leber die enthaltenen Substanzen erst verarbeiten müssen. Während des Cannabis-Rausches verändert sich die Sinneswahrnehmung (Farb- und Geräusch-Empfinden) und das Raum-Zeit-Gefühl (meist Verlangsamung). Euphorie mit erhöhter Kontaktfähigkeit ist möglich. Im menschlichen Gehirn befinden sich Rezeptoren, an denen körpereigene Cannabinoide wirken. Besonders häufig kommen diese im Hippocampus vor. Der Konsum bewirkt Einschränkungen im Kurzzeitgedächtnis, einen schnelleren Herzschlag, eine leichte Senkung von Blutdruck, Körpertemperatur und Blutzuckerspiegel, ein verstärktes Hungergefühl sowie Beeinträchtigungen der Bewegungskoordination und des Gleichgewichtssinns.

Cannabis Wirkung - Kurzer Zeitraum

Beim Rauchen von Cannabis tritt die Wirkung in wenigen Minuten ein und hält ca. zwei bis drei Stunden an. Beim Inhalieren durch die Wasserpfeife oder auch Bong genannt ist die Wirkung intensiver. Nach Verzehr von Keksen oder Brownies tritt die Wirkung dagegen erst nach einer halben bis zwei Stunden ein. Es kommt auf den Füllzustand des Magens an. Bei geringer Nahrungsaufnahme vor dem Verzerr wird die Wirkung des THC´s deutlich verstärkt. Der Rausch kann nach dem Verzerr bis zu 5 Stunden anhalten. Der Rausch-Höhepunkt tritt meist erst nach 2 Stunden ein. Aus diesem Grund ist Vorsicht geboten. Viele Menschen unterschätzen die Wirkung im ersten Moment, daher ist die Gefahr der Überdosierung größer. Daher gilt: Lieber vorsichtig herantasten, niedrig dosieren und erstmal die Wirkung abwarten. Ansonsten kann der Cannabis-Rausch schnell sehr unangenehm werden! Mit dem Einsetzen der Wirkung kann es zu Mundtrockenheit, geröteten Augen, erweiterten Pupillen, Blutdruckabfall, leicht herabgesetzter Körpertemperatur, gesenktem Blutzuckerspiegel und Auftreten von Schwindelgefühlen kommen.

Bei Überdosierung, die unter Umständen schon durch einige Züge oder einen geringen Verzerr erreicht werden kann, können Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme, Halluzinationen und Angstzustände auftreten.

Cannabis Wirkung auf längerem Zeitraum

cannabis-wirkungNach dem derzeitigen Forschungsstand verursacht Cannabis keine bleibenden Hirnschäden. Jedoch leidet die Hirnleistungsfähigkeit mit zunehmender Dauer und Intensität des Konsums. Dies macht sich bei Dauerkonsum in Form schlechterer Lern- und Gedächtnisleistungen bemerkbar. Dadurch das du dein Gehirn in der Phase des Cannabisrausches nicht aktiv beanspruchst, kommt es langfristig zu einer Verkleinerung des Gehirns. Allerdings gibt es eine gute Nachricht: Wer mit dem Kiffen aufhört, kann die vollständige Hirnleistung wieder zurück gewinnen. Ob dabei noch kleine Beeinträchtigungen bleiben, die auf dauerhafte Hirnschädigungen zurückgehen, ist derzeit wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt.

Unumstritten ist dagegen die Tatsache, dass ein früher Einstieg in den Konsum nachhaltige Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit zur Folge hat und daher als besonders problematisch einzustufen ist. Je früher der Einstieg, desto eher müssen Jugendliche mit kognitiven Einschränkungen rechnen, die sich negativ auf ihre Bildungschancen und ihren Alltag auswirken.

Bei psychisch vorbelasteten Personen kann der Konsum von Cannabis schwere Psychosen  auslösen. Eine solche Vorbelastung für latente (verborgen vorhandene) Psychosen ist in der Regel nicht bekannt. Bei Schwangeren besteht das Risiko, das Kind durch das Rauchen von Cannabis gesundheitlich zu schädigen! Dort gilt die gleiche Regel wie beim rauchen von Zigaretten. Der Unterschied beim Cannabis liegt darin, das THC über die Plazenta an das Ungeborene weitergegeben werden kann. So ist es auch beim Stillen. Der Wirkstoff THC wird über die Muttermilch an das Baby weitergeleitet.

Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube das man durch Cannabis nicht körperlich abhängig werden kann. Beim Absetzen der Droge kommt es neben psychischen Entzugserscheinungen (z.B. Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen) auch zu körperlichen Entzugssymptomen (z.B. Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder sogar zittrigen Händen). Die Entzugssymptome treten meist 24 bis 48 Stunden nach dem letzten Konsum auf und dauern in der Regel bis zu einer Woche an, im Höchstfall bis zu 14 Tage. Leider schaffen es die wenigsten einen Cannabisentzug erfolgreich zu absolvieren. Mit einer aussergewöhnlichen Strategie kann man allerdings die Entzugssymptome mildern und endlich mit dem Kiffen aufhören.

Immer häufiger gelangen Streckmittel in Blüte der Cannabispflanze und belasten die Atemwege während des Cannabiskonsum. Atemwegserkrankungen, wie Asthma, Halsschmerzen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen, chronische Bronchitis, Husten treten häufig auf. Durch den regelmäßigen Konsum wird das Lungenkrebsrisiko enorm erhöht, da die aufgenommene Menge an krebserregenden Stoffen beim Joint höher ist als bei Zigaretten. Dies liegt daran, dass der Cannabis-Rauch in der Regel tiefer inhaliert und der Rauch länger in der Lunge gehalten wird als der Zigarettenrauch. Joint-Filter sind im Normalfall kleine, gerollte Papierstücke sogenannte Tipps, die keine Schadstoffe filtern können. Zigarettenfilter filtern hingegen einen Teil der Schadstoffe. Spezielle Aktivkohlefilter reduzieren die Aufnahme krebserregender Stoffe und vermindern somit das Risiko von Atemwegsproblemen!

Wirkungsspektrum von Cannabis

Der Wirkstoff THC wirkt leicht bewusstseinsverändernd, schmerzlindernd, entzündungshemmend, anregend, und in niedrigen Dosierungen gegen Übelkeit und Brechreiz. In Amerika wird Cannabis zum Beispiel nach einer Operation verwendet, um die Schmerzen des Betroffenen zu lindern. Die Wahrnehmung akustischer und visueller Reize sowie Empfindungen des Tastsinns und des Raum-/Zeiterlebens kann verändert werden. Darüber hinaus sind euphorische Gemütszustände mit erhöhter Kontaktfähigkeit möglich. Die euphorische Phase hält 1–2 h an, danach folgt eine Downphase und es tritt meist ein beruhigender Effekt in den Vordergrund.

Die Wirkung von der Sativa-Pflanze wird zusätzlich als energetisch, kreativ und lachlustig machend beschrieben.

Bei Hanfsorten, die über einen höheren Gehalt an Cannabidiol (CBD) und weniger THC verfügen, kommt es neben den THC-Effekten vor allem zu einer beruhigenden sowie körperbetonenden Wirkung. Berührungen, Geschmack und Geräusche werden intensiver wahrgenommen; zudem wird die bewusstseinsverändernde Wirkung des THCs etwas abgeschwächt, dessen Wirkungsdauer aber verlängert. Bei einer hohen Dosis THC kann es zu gesteigerten Wahrnehmungsveränderungen und bei einer hohen Dosis CBD zu einer starken Antriebslosigkeit kommen.

Auswirkungen von Cannabis auf die Sexualität

Frauen, die kleinere Mengen an Cannabis konsumieren, haben nachweislich ein erhöhtes Verlangen nach Sex. Wird zu viel davon konsumiert, könnte das eine eher gegenteilige Wirkung haben. Eine erhöhte Dosis THC vermindert dagegen den Sexualtrieb. Dies kommt daher, da THC die Östrogenbahnen überflutet. In kleineren Mengen hat THC wenig bis gar keinen Effekt auf die Wechselwirkungen der Östrogenrezeptoren. In der Tat kann es sogar das sexuelle Verlangen erhöhen. In größeren Dosen verhindert es, dass diese Verbindungen eingegangen werden, so das das Lustgefühl sinkt. Cannabisöl in Form einer topische Lotion hat sich als Mittel zur Steigerung sexueller Erregung und sexueller Resonanz erwiesen. Die Wirkung von Cannabis auf Männer und Ihren Sexualtrieb kann unterschiedlich ausfallen. Bei Männern kann die Wirkung abweichen. Manche behaupten, Marihuana wirke aphrodisierend, während andere genau das Gegenteil erlebt haben. Jeder Mensch ist individuell THC wirkt als Hemmstoff von Testosteron. So kann es kund daher wirkt Cannabis auf jeden Menschen unterschiedlich. Langfristig gesehen haben Männer mit regelmäßigem Konsum von Cannabis potentiell eine geringere Anzahl an Spermien und einen niedrigeren Testosteronspiegel. Ein niedriger Testosteronspiegel macht sich in Form einer Antriebslosigkeit im Bett bemerkbar. Cannabis war weitläufig dafür bekannt, die Sexualität zu fördern. Die Droge macht dich hypersensitiv, du fühlst dein Partner intensiver, die Musik klingt voller, das Essen schmeckt besser und Sex fühlt sich einfach grandios an.